Physiologische Zusammenhänge von Stress, wie entsteht Stress

Schauen wir uns dazu das Gehirn an. Das Gehirn benötigt etwa ein Fünftel des gesamten vom Organismus aufgenommenen Sauerstoffs. Der Energieumsatz des Gehirns eines Erwachsenen beträgt etwa 20 Watt, wozu pro Minute 7 mMol ATP (Adenosintriphosphat) synthetisiert werden müssen. Zur Bereitstellung der energiereichen Phosphate benötigt das Gehirn eine dauernde Zufuhr von Glucose über die Durchblutung. Ein Stopp der Durchblutung führt infolge des Sauerstoff- und Glucosemangels innerhalb von wenigen Sekunden zur Bewusstlosigkeit.
Woher kommt nun die Glucose?

StressGlucose können wir über Obst zu uns nehmen. Wenn du bereits morgens Obst zu dir nimmst hat dein Gehirn den besten Start in den Alltag. Was ist nun, wenn wir kein Obst zu uns nehmen und es dadurch zu einem Glukosemangel kommt?

 

Zitat: Mobilisierung von Energiereserven

„Die Freisetzung von Adrenalin aus der Nebenniere führt zu einer Mobilisierung von körpereigenen Energieträgern durch Steigerung des Fettabbaus (Lipolyse). Diese Lipolyse wird durch eine β-Adrenozeptor-vermittelte (vorwiegend β3-Adrenozeptoren) Aktivierung der hormonsensitiven Lipase katalysiert. Ebenso führt ein Anstieg des Adrenalinspiegels zu einer Freisetzung und Neubildung von Glucose und damit zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels (β2-Adrenozeptoren). Dieser Effekt wird durch α2-Adrenozeptor-vermittelte Hemmung der Insulinproduktionen und die β-Adrenozeptor-vermittelte Freisetzung von Glucagon verstärkt. Im Muskel kommt es durch Adrenalin zu verstärkter Glucose-Aufnahme. Adrenalin führt ebenfalls zu einer Erhöhung des Energieumsatzes (vorwiegend β2-Adrenozeptoren).“

Quelle: B. B. Hoffman, R. J. Lefkowitz: Catecholamines, sympathomimetic drugs, and adrenergic receptor antagonists. In: Louis S. Goodman, Alfred G. Gilman: The pharmacological basis of therapeutics. 10th edition. McGraw-Hill, New York NY u. a. 2001, ISBN 0-07-135469-7, S. 215–268.

Also über die Nebennieren wird Adrenalin bereitgestellt und im Körper zu Glucose umgewandelt. Somit bleibt auch ohne Obst unser Gehirn arbeitsfähig. Das sollte aber nur ein Übergangsmodell sein. Wie ist es früher (Urmensch) einmal gewesen. Wenn es keine Nahrung gab, musste der Körper mobilisiert werden um Nahrung zu finden oder zu fliehen. Wir waren also auf der Jagd oder auf der Flucht, denn es wurde Adrenalin dafür bereitgestellt. Wie sieht es heute aus? Nahrung gibt es an jeder Ecke. Nur wir tanken anstatt Benzin Diesel für unseren Körper. Und unser Körper versucht in jeder Sekunde unser System am Laufen zu halten. Wenn wir also nur über die Nebennieren Glucose bereitstellen sind wir ständig auf der Jagd oder Flucht. Das ist purer Stress!

Im Weiteren führt das zur Nebennierenschwäche!

Hier was Dr Michael Lam dazu schreibt.

Wie sieht das bei unseren Kindern aus? Was bekommen oder wollen sie jeden Tag zu Essen? Schaut man sich bei der Schulspeisung um, gibt es viele Bemühungen den Kindern gesundes Essen zuzubereiten. Ist das bei einem Essenpreis zwischen 2 bis 3 Euro möglich? In den Schulshops werden Gemüse und Obst angeboten, doch viele Kinder greifen zu Schnitzel oder Burger. Hier sind die Politik (600 Millionen Euro für die Entwicklung einer Drohne in den Sand gesetzt oder „Deutschland beantragt eigene Spionagesatelliten für den BND“ – wieviele Kinder könnten dafür in den Erziehungseinrichtungen Obst kostenlos bekommen), aber auch die Eltern sind in der Pflicht. Bei Kindern mit sogenanntem AD(H)S ist ein Obstmangel besonders tragisch. Durch eine Schwermetallvergiftung im Gehirn kommt dann noch Glucosemangel dazu. Auch das führt zu Stress im Schulalltag.

Obst – der beste Turbo für dein Gehirn!

Gibt es weitere Stressfaktoren?

Ja, den Stress den du dir selber machst. Sorgen/Schuld/Angst und Stress sind eng miteinander verbunden. Unter Gesundheit findest du die Emotionsskale und kannst prüfen, in welchem Energiezustand du dich befindest. Weiterhin ist dein Selbstbewusstsein maßgeblich daran beteiligt, wie du mit der Außenwelt klar kommst. Wenn dich dein Chef zu unrecht anschreit kannst du ihn höflich darauf ansprechen. Wenn er darauf nicht reagiert und er ein notorischer Schreier ist kannst du dir einen anderen Chef suchen. Klingt hart, aber um weiteren Stess zu vermeiden meistens die beste Lösung.

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