Achtsamkeit und Gedankenhygiene, die Gedankenflut beherrschen.

Wir sind mit einem Verstand (Bewusstsein) ausgestattet und das ist was uns vom Tier unterscheidet. Das kann jetzt Segen, aber zugleich auch Fluch sein, wenn wir damit nicht umgehen können.
Wir denken 60.000 bis 80.000 Gedanken am Tag und nur 0,1 % davon sind uns bewusst. Wir bewegen uns mit unseren Gedanken entweder in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Wenn wir uns mit unseren Gedanken in die Vergangenheit begeben treffen wir auf schöne Erlebnisse, aber auch auf Dinge für die wir uns schuldig fühlen (Erlebnisse die wir als Fehler einschätzen). Wenn wir uns mit unseren Gedanken in die Zukunft begeben, planen wir vielleicht ein schönes Erlebnis oder machen uns Sorgen (wie bezahle ich nächsten Monat meine Miete). Es gibt demnach positive Gedanken oder weniger positive bis negative Gedanken. Das ist natürlich und sinnvoll, nur ist es uns nicht immer bewusst. Wenn wir also Gedanken haben, können wir prüfen, welche Gedanken ziehen uns herunter und welche Gedanken motivieren uns.

Im Lauf unserer Entwicklung (ab ca. 6 Jahren) entwickelt sich zu unserem Verstand das Ego. Wir lernen die Worte „das ist meins“, „schneller, höher, weiter  als“ und viele weitere Ichbezogenen Wörter kennen. Das Ego bewegt sich hauptsächlich auf der horizontalen Ebene zwischen Vergangenheit und Zukunft. Dieses ist (wenn wir in negativen Gedanken sind) lebensverNEINend. Sobald  dir das bewusst wird weisst du, dass das Ego in diesen Fällen schnell zur schlechten Laune führt bis hin zu endlosem Grübeln. Nun ist es noch ein kleiner Schritt zu einem besseren Umgang mit unseren Gedanken. Wir können uns mit Übung immer mehr im Jetzt bewegen (lebensbeJAend).

Kreuz des Lebens

 

Gedankenhygiene

 

Dazu halte folgende Regeln ein:

Regeln zur Achtsamkeit

Achtsamkeit

Bedeutet: Wenn du wütend / traurig / ärgerlich bist, dann betrachte diesen Zustand möglichst sachlich – aha, da ist Wut in mir. Es ist also nicht notwendig Gefühle zu unterdrücken, sondern sie nur anders zu interpretieren („Nimm dir das nicht so zu Herzen“). Sollten wir also wieder in unseren „alten Trott“ verfallen und uns die Gedanken überfluten, gilt es sofort zurück in das Hier und Jetzt zu kommen. Was mache ich gerade, wo bin ich, was fühle ich und das ohne zu bewerten ob es schlecht oder gut ist.
Wenn du Angst hast, versuche nicht, Widerstand zu leisten oder sie zu unterdrücken. Bemerke, dass Angst da ist, beobachte sie und akzeptiere sie. Die Akzeptanz der Angst löst die Angst auf. Erlaube der Angst dich zu schütteln. Wenn dein Körper zittert, lass ihn zittern. Wenn deine Augen tränen, lass die Tränen kommen. Verhalte dich einfach wie ein Grashalm im Wind – biege dich, ohne Widerstand zu leisten.
Übe das jeden Tag. Du wirst von Tag zu Tag besser und kannst deine Gedanken und somit dein Leben besser steuern. Das hat bereits positive Auswirkungen auf deine Gesundheit (für alle möglichen Beschwerden, Leiden und Gebrechen: Von Hautkrankheiten über chronische Schmerzen, bis hin zu Depression, Stress und Essstörungen).

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

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